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Spuren

Veröffentlicht am 21.09.2018

Neulich im Englisch-Kurs: eine Teilnehmerin erzählt der Gruppe von einem längst Spuren, Seeds, Blog, Kinesiologiepraxismuenchen, Wahrnehmung, Veränderung, Impuls, Andere, FädendiedieWeltzusammenhalten, Getaltung, Ich,
vergangenen Zusammentreffen mit einem für sie zunächst unsympathischen Mann.
    Tage später trafen die beiden nochmals aufeinander und kamen privat ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass `Jorge´ sehr belesen war und enorm viel über Film wusste.
Er gab ihr den Hinweis auf einen japanischen Regisseur und sagte ihr, welche Filme sie von diesem in welcher Reihenfolge unbedingt anschauen müsse.

Dieser Regisseur bedeutet meiner Englisch-Kurs-Kollegin heute alles. Ohne das Gespräch damals, hätte sie ihn eventuell nie wahrgenommen.

Warum sie uns davon erzählte?
Sie sprach von `Spuren hinterlassen´ [to leave traces] und dass wir manchmal gar nicht bemerken, dass wir Spuren im Leben anderer hinterlassen.  
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Dieser Mann, den sie nie wieder sah, hatte eine Spur in ihrem Leben hinterlassen.
Zufällig? Mit Absicht?

Manchmal nehmen wir Spuren wahr, die wir hinterlassen.
Von einer Frau, die ich viele Jahre nicht gesehen habe, höre ich kürzlich bei einem Wiedersehen: „ Du hast mir doch damals einen Blumenstrauß vor die Tür gestellt. Das hat mir in meiner damaligen Situation so gut getan.“

Wir werden manchmal auf Spuren aufmerksam gemacht, die wir hinterlassen haben.
An uns selbst spüren und bemerken wir Spuren, die andere an und in uns hinterlassen haben: ein Lehrer, der uns inspiriert oder gefördert hat; die Verschlossenheit unserer Eltern, die uns nicht hat aufblühen lassen. Der unfreundliche Arzt, der uns eine wahre Scheu vor dem Krankenhaus eingeimpft hat.

Unsere Wahrnehmung lässt uns häufig erst einmal die unguten Beispiele beachten und erinnern.
Die meisten von uns empfinden dann Spuren, Verzweigungen und Verflechtungen zu anderen als unangenehm oder belastet. Als klebrig. Vielleicht wie ein Spinnennetz, in dem sie gefangen sind.

Mit dieser Wahrnehmung erleben wir uns in einer passiven Haltung.

Wie wäre es, den Spieß umzudrehen - hin zu einer aktiven Ausrichtung? Das Netz selbst weben?

Spuren, Seeds, Blog, Kinesiologiepraxismuenchen, Wahrnehmung, Veränderung, Impuls, Andere, FädendiedieWeltzusammenhalten, Getaltung, IchDazu kommen mir Forschungsergebnisse der letzten Jahre zu Pilzen und ihren Geflechten in den Sinn.  

Die Myzele von Pilzen besiedeln das Erdreich unseres Globus. Wald existiert mit Hilfe dieser unterirdischen Pilzverflechtungen: diese liefern Nahrung, in dem sie Abgestorbenes aufspalten und die Oberfläche der Baumwurzeln um ein Vielfaches erhöhen.
Sie stellen aber auch ein weitverzweigtes Informationssystem für die Bäume dar.
Erlebt ein Baum den Angriff von Insekten, kann er über dieses Myzel-System andere Bäume warnen. Ihnen Impulse geben. Diese nehmen die Impulse auf, um sich zu schützen. Sie profitieren von diesem weitverzweigten Informationssystem der Pilze.

Mit diesem Blickwinkel wird aus dem klebrigen Netz ein unterstützender Wissensspeicher.
Verzweigungen und Verflechtungen, die mich letztlich nähren.

Das was ich aussende, unterstützt und nährt mich.

Wie wäre es also, wenn wir Spuren nicht nur hin und wieder bemerken würden, sondern zu aktiven Spurenlegern werden?
Sprich, ich entscheide mich heute, eine Spur zu hinterlassen.

Und wie könnte so etwas aussehen?
Ein paar Einsteigerbeispiele:
- Bevor ich den Bäckerladen betrete, beschließe ich, der Verkäuferin durch ein paar wohlmeinende Worte die letzte Stunde bis zum Feierabend zu versüßen.

- Heute entscheide ich mich, der Kollegin für den guten Informationsfluss zu danken.
- Den Anruf, den ich schon lange herausgeschoben habe, wickle ich heute nicht nur schnell ab, sondern nehme mir Zeit zu hören, wie es dem Anderen tatsächlich geht
  und  frage, wobei ich ihn eventuell unterstützen kann.

Manche werden jetzt sagen: geht es jetzt nur noch darum, Gutmensch zu sein?

Ich möchte Dich einladen, den Blick etwas weiter zu fassen.
Du erinnerst Dich an das Pilzmyzel.
Die Bäume profitieren davon.  
Und ob Du es willst oder nicht, die Anderen und Du, Ihr gehört irgendwie zusammen (dazu in einem künftigen Artikel mehr).

Deine Aktionen beeinflussen deren Leben beeinflussen Dein Leben.

Aus dem klebrigen Netz an Notwendigkeiten und Verbindungen kann ein unterstützendes Netz für Dich werden.
Ein Netz, in dem Du mit positiven Aktionen für oder an Anderen quasi per Datenleitung verbunden bist.
Und in dem Du von diesen Aktionen selbst profitierst.

Du bist so nicht mehr nur die Wahrnehmende, sondern wirst Gestalterin Deiner Situation.
Du hinterlässt Spuren.
Du gibst Impulse.
Cool – oder?

Du gibst Dir so die Chance, Dich wunderbar getragen zu fühlen von den Fäden, die die Welt zusammenhalten.

Herzlich, Christina

 

Schreib mir gerne Deine geplanten Aktionen und Erfahrungen.Spuren, Seeds, Blog, Kinesiologiepraxismuenchen, Wahrnehmung, Veränderung, Impuls, Andere, FädendiedieWeltzusammenhalten, Getaltung, Ich
Welches `Spurenlegen´ probierst Du heute aus?


            

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